Es riecht verbrannt, ein normaler Morgen in Deutschland

Früher Dienstagmorgen, 2.30 Uhr. Die Feuerwehr rast nach Nauen. Sie versucht, den Brand in Sporthalle zu löschen. Erfolglos. Das Gebäude soll kontrolliert herunterbrennen. Hier sollten bald Flüchtlinge einziehen. Nun muss eine andere Lösung her, die wird sich schon finden. Doch die wichtigere Frage ist: Welche verkommene und traurige Existenz war es diesmal? Welcher selbsternannte „besorgte Bürger“ hat diesmal einen Benzinkanister zu viel im Keller gehabt und seinem Hass freien Lauf gelassen?

Die Erfahrung zeigt: Es wird wohl nicht rauskommen – erst recht nicht, wenn das Gebäude komplett herunterbrennt.

Es ist immer das Gleiche. So lange es noch nach Qualm riecht, ist die Empörung riesig. Politiker überschlagen sich, sind schockiert, klopfen Sprüche – wenig später brennt die nächste Flüchtlingsunterkunft.

Dem Terror muss endlich Einhalt geboten werden. Der Verfassungsschutz seine Aufgaben annehmen, sich mit Internet-Hetzern beschäftigen. Die Krawalle in Heidenau waren angekündigt, das Polizeiaufgebot lächerlich. Und das hat seinen Grund. Wenn von Flüchtlingsproblematik gesprochen wird, geht es um die Herausforderung der Unterbringung. Die ist zweifellos wichtig, doch der rechtsextreme Terror gegen Flüchtlinge ist noch nicht abschließend in den Fokus gerückt.

Es sind keine Einzelfälle. Es ist eine Bewegung . Angestachelt von den Pegida-Hetzern, unterstützt von den freien Kameradschaften, geduldet von Teilen der vermeintlichen politischen Mitte, wie der sächsischen CDU.

Dieser Tage zeigt sich. Deutschland ist ein mieses Stück Scheiße.

Der Terror muss gestoppt werden, die manipulierte Propaganda im Internet erst Recht, denn sie ist das Fundament der Brandanschläge, der Gewalt gegen Geflüchtete.

Bevor Politik und Verfassungsschutz dieses Problem nicht in den Mittelpunkt rücken, wird es auch weiter morgens verbrannt riechen – und die Neonazis werden nicht nur auf der Asche der Flüchtlingsheime sondern auch auf der des Rechtsstaats tanzen.

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