Nörgler, Kläger und die Stadt

Ach war das nicht schön? Letztes Wochenende? Lollapalooza? Ich hatte zwar keine Karte und musste ohnehin arbeiten, doch vorher konnte ich mich noch eine Stunde auf die Straße setzen und der Musik lauschen. Die nähere Umgebung durfte an dem Fest teilhaben. Doch schon am Abend sah ich auf Twitter. Das gefällt nicht allen. Es sei zu laut. Solche Veranstaltungen in der Stadt durchzuführen, das ginge gar nicht, hieß es. Doch wo sonst? In der Pampa? Zugegeben. Da finden die meisten Festivals statt. Aber das ist doch das Besondere: Eine große Feier, mitten in der Stadt. Jeder kann heimgehen oder nach dem – wahrlich anständigen – Ende um 23 Uhr erstmal weggehen und dann im eigenen Bett schlafen. Dennoch gab es genervte Stimmen und ich frage mich ernsthaft: wieso?

Die Stadt ist ein Ort des Lebens. Veranstaltungen jeglicher Art bereichern das Leben. Theater, Kino, aber auch Konzerte und Festivals – und ja: auch Kneipen mit dem dazugehörigen Publikum. All das macht Städte attraktiv, lädt zum Wohlfühlen an – und kurbelt ganz nebenbei die Wirtschaft an.

Natürlich sollten Nerven nicht Überstrapaziert werden. Denn: Auch in der Stadt wird gearbeitet. Doch bei jährlichen Veranstaltungen bis 23 Uhr ist Motzen einfach unangebracht. Und auch über etwas lautere Gespräche vor der Kneipe sollte hinweggesehen werden. Das gehört zum Großstadt-Sound dazu. Genauso wie Autos, Straßenbahnen und die regelmäßig vorbeirauschende Polizeisirene. Es gehört dazu. Ohne wäre die Stadt für viele nicht Lebenswert.

Schützt die Städte vor Fürther Verhältnissen. Dort klagen einige Wenige seit Jahren gegen die Kneipen-Kultur und Stadtfeste – und unterzeichnen damit die Untergangserklärung für die Attraktivität des fränkischen Stadt.

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