Liebe Pegidas: Die Flüchtlinge aus Syrien sind einfach klüger

Wogegen die Anhänger Pegida und AfD genau sind, will keiner so richtig sagen. Es vermag auch keiner. Schließlich ist es ein Wust diffuser Ängste. Hört man sich Interviews bei Demonstrationen an hört man eine Vielzahl, teilweise widersprüchlicher und abenteuerlicher Behauptungen. Sehr beliebt: „Die sollen da unten bleiben und für ihr Land kämpfen und es wieder aufbauen. Wir hatten hier auch Krieg uns sind nicht weggelaufen.“

Nunja. Kann man so sehen, dann ist man aber lebensmüde. Niemand hat eine Chance, sein Haus gegen bis an die Zähne bewaffnete Terroristen zu verteidigen. Die flüchtenden Syrer begreifen das und begeben sich auf eine lange und gefährliche Reise. Das ist clever, erhält das eigene Leben, das Leben der Familie. Was lohnt es, zu kämpfen, wenn der Tod sicher scheint? Und wofür? Für das zerbombte Haus? Oder etwas für das Stück Land auf dem man geboren wurde? Ganz sicher nicht. Der Wohnort ist austauschbar. Täglich ziehen Menschen von Hamburg nach Berlin, von Hinterdupfing nach Leipzig und nun eben auch von Aleppo nach Passau. Der Unterschied ist marginal und spielt nur in Verwaltungsstuben eine Rolle.

Nun aber zurück zur Afd-Pegida-Aussage. Abgesehen davon, dass der deutsche Michel also lieber für sein Land gestorben wäre, weist er darauf hin, dass es auch hier Krieg gab. Tatsächlich. Da hat er Recht. Doch war die Situation eine andere. Die beiden Weltkriege waren klassische Kriege ohne Staaten. Durch organisierten Terrorismus ist die Grundlage eine andere. Auf der einen Seite steht die Zivilbevölkerung auf der anderen eine Gruppe verblendeter Größenwahnsinniger. Im zweiten Weltkrieg gab es auch eine Gruppe verblendeter Größenwahnsinniger. Doch diese wurden von dem heutzutage vielbesungenen „Volk“ mit Regierungsverantwortung betraut. Diese Größenwahnsinnigen rissen die ganze Welt in den Krieg. Dabei ging es weiten Teilen der Zivilbevölkerung während den ersten Kriegsjahren ziemlich gut. Wer verfolgt wurde, suchte sein Glück in der Flucht. Wer sich mit den Nazis arrangierte, wenigstens weitgehend in Ruhe gelassen wurde oder zu große Sorge vor den Repressionen bei misslungener Flucht hatte, blieb.

Als die ersten alliierten Truppen nach Deutschland kamen begann auch hier die Flucht. Ins Landesinnere. Immer in der Hoffnung, die Kapitulation würde bald kommen, damit der Krieg endet. Auch clever. Eine Flucht ins Ausland wäre auch schwierig gewesen. Dort war auch vieles zerstört, dank Hitlers Truppen, die von Volkesgnaden marschierten. Denn eines darf nicht vergessen werden. Der Krieg ging von Deutschland aus – und kam beinahe logisch dahin zurück.

Eines noch zum Abschluss. Wer dumm genug ist, für etwas austauschbares wie ein Geburtsland zu sterben, der soll das bitte tun, aber dafür Menschen zu hassen, die Leben im Frieden suchen, ist unter aller Sau!

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